Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide zur aktuellen Coronasituation

Unsere Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide hat sich zu der aktuellen Situation in Harsewinkel im Hinblick auf die Corona-Infektionszahlen geäußert:

“Seit Mittwoch sind uns 20 weitere Infizierte vom Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh gemeldet worden. Nahezu alle stehen in Zusammenhang mit Tönnies. Die Infizierten wohnen an 7 Adressen im Stadtgebiet. Der Außendienst der Ordnungsbehörde sucht die Adressen auf. Überall werden die Kollegin und der Kollege in die Wohnung hereingelassen. Sie verteilen die Handreichungen des Landesministeriums zu den Quarantänestimmungen übersetzt in die Muttersprache der Betroffenen, die vorwiegend aus Rumänien stammen. Die Außendienstkollegin/-kollege weisen auf Maßnahmen hin, wie die Quarantänebestimmungen in den Wohnungen umgesetzt werden können, z.B., dass Infizierte sich nicht mit Nichtinfizierten ein Zimmer teilen sollen, Badezimmer von persönlichen Sachen freizuräumen und Flächen nach Nutzung zu desinfizieren sind. Bisher war nach Auskunft des Außendienstes eine Separierung von Infizierten und nicht Infizierten möglich. Es sind derzeit keine Verstöße gegen die Quarantänebestimmungen bekannt. Sofern bei den Betroffenen Masken fehlen, werden unsere Bestände verteilt. Sofern die Menschen nicht die von Tönnies angekündigte Versorgung mit Verpflegung erhalten, werden wir auf ehrenamtliche Strukturen für Einkaufshilfen zurückgreifen. Wir haben einen Blick auf die Situation und werden weiter den Kontakt zu den Betroffenen halten. Bisher hat die Verständigung funktioniert. Im Bedarfsfall hat der Kreisverband GT der AWO eine Übersetzerin vermittelt, die wir anfordern werden. Wie vor Wochen, wird die Ordnungsverwaltung Samstag und Sonntag im Dienst sein, um evt. neue Quarantänebescheide zuzustellen, dabei zugleich einen ersten Blick auf die Lebens- und Wohnverhältnisse zu werfen und Informationen zu geben.

Die Kollegin und der Kollege tragen Maske, Handschuhe und einen Ganzkörperanzug. Aktuell schaffen wir das mit eigenem Personal. Wir haben weit weniger Fälle als in Rheda-Wiedenbrück, Verl und Herzebrock-Clarholz. Meine Kolleginen und mein Kollegen sind besser informiert und ausgebildet als ein überörtlicher Sicherheitsdienst. Gleichwohl kann ich es nicht ausschließen, dass auch wir an die Grenzen der Kapazität gelangen, wie bereits in den genannten Orten. Angesichts des Infektionsgeschehens im Kreis Gütersloh ist jede Sorge berechtigt.  

Soeben hat sich eine Harsewinkelerin gemeldet und sich als Einkaufshilfe angeboten. Sie will auch Spielzeug besorgen für Kinder in Quarantäne. Ihr Angebot begründete sie damit, dass sie selber 2 Wochen in Quarantäne verbracht hat und um die Schwierigkeiten und Probleme weiß. Ich setze auf die Unterstützung aus den Nachbarschaften und aus den Vereinen und auf ehrenamtliche Hilfen mit Abstand. Harsewinkel hat ein großes Herz.”

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