Umsetzung der Klimaschutzziele im Kreis Gütersloh

Die Politik hat in großer Einmütigkeit beschlossen, dass der Kreis Gütersloh seine Bemühungen zum Klimaschutz und die Maßnahmen gegen den Klimawandel intensivieren solle: Jetzt befassen sich gleich mehrere Ausschüsse im Rahmen der Haushaltberatungen mit entsprechenden Vorschlägen der Verwaltung. So soll künftig mehr Geld in den Klimaschutz fließen, um die zahlreichen Projekte, bestehende und geplante, auch umsetzen zu können. 170.000 Euro pro Jahr stehen dafür künftig zur Verfügung. veranschlagt werden Bisher hat der Kreis Gütersloh pro Jahr rund 150.000 Euro dafür ausgegeben, allerdings teilweise bestritten aus Haushaltsresten. Im Ansatz stehen bisher lediglich 86.000 Euro. Einer Erhöhung um 84.000 Euro (zunächst nur für die Jahre 2021 und 2022) stimmte der Umweltausschuss jetzt zu.

Im Vorgriff zur Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts und mit dem politischen Auftrag im Rücken hatte die Abteilung Umwelt die Maßnahmen geprüft: Viele bereits begonnene sollen fortgesetzt werden, andere ausgeweitet oder gänzlich neue geplant werden. Längst nicht alle Klimaschutzmaßnahmen fallen in die Zuständigkeit der Abteilung Umwelt, Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe, aber in der Koordinierungsstelle Energie und Klima (KEK) laufen viele der Fäden zusammen. Zu den größeren Punkten auf der Liste zählt unter anderem die Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts (20.000 Euro). Ein beratendes Büro soll im Sommer dieses Jahres engagiert werden, mit dessen Hilfe nicht nur die Ziele neu festgelegt werden, sondern auch um den Punkt ‚Klimafolgeanpassung‘ ergänzt werden. Eine Vortragsreihe zu diversen Themen soll diesen Prozess begleiten.  An ein breites Publikum richten sich auch die Aktivitäten auf der Baumesse im A2-Forum und am Klimaschutztag OWL (16.000 Euro). Die Beratungsinitiative ALTBAUNEU soll weiterentwickelt werden: Das Programm, eine gemeinsame Initiative des Kreises, der Kommunen, der Kreishandwerkerschaft und weiteren Partnern, hat in der Region einen wahren Investitionsschub in den vergangenen Jahren ausgelöst. Dies liegt vor allem an den zahlreichen Energieberatungsaktionen und einem kostengünstigen dauerhaften Beratungsangebot im Rahmen des Projektes. 56.000 Euro beträgt das Budget für die Bezuschussung und Bewerbung des Energieberatungsangebotes im Rahmen des Projektes ALTBAUNEU in diesem Jahr. Die Energieberatung soll künftig stärker mit verwandten Themen, wie zum Beispiel der Gebäudebegrünung, verknüpft werden. So wird der Kreis mit einigen Kommunen erstmals auf der Baumesse in Rheda-Wiedenbrück neben der Solarberatung eine Beratung zur Dachbegrünung anbieten. Dabei kommt auch das neue Gründachkataster zum Einsatz. Neu ist auch der Wettbewerb ‚Blaue Hausnummer‘. So lautete der Titel des Bürgerklimapreises, der derzeit mit sechs Kommunen und Sponsoren entwickelt und im Frühjahr 2020 erstmals ausgerufen wird. Für den Wettbewerb stehen inklusive der Mittel der Kommunen und der Sponsoren insgesamt rund 30.000 Euro zur Verfügung. 20.000 Euro kommen aus dem Kreishaushalt. Die erwähnten Teilprojekte bilden nur einen Teil des Klimaschutzpakets, dass die Verwaltung geschnürt hat: Die Vorlage listet alles in allem 29 Maßnahmen auf.

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