Letten zu Besuch in Harsewinkeler Recyclingfirma

Firmen-Mitarbeiter Detlef Tautz (l.) führt die lettischen Delegationsbesucher über das Werksgelände.

Eine 23-köpfige Delegation aus der Partnerregion Valmiera besuchte am Mittwoch, 19. Juni, das Recyclingunternehmen Reiling in Harsewinkel. Die Gruppe wünschte sich den Besuch, um einen Eindruck vom deutschen Abfall- und Recyclingsystem zu bekommen. Vier Tage lang sind die lettischen Gäste auf Einladung des Kreises Gütersloh zu Besuch.

Die lettischen Teilnehmer interessierten sich besonders dafür, wie und wo  Reiling die Abfall-Stoffe sammelt, ob Kooperationen bestehen und wo die Standorte der Firma sind. Sie fragten auch nach dem Umgang der Firma mit Nebenprodukten, die bei der Reinigung von Glas anfallen sowie nach der Finanzierung des deutschen Recycling-Systems.

Die Lettin Ingrīda Gubernatorova, Mitglied der Delegation und Leiterin der Entwicklungsabteilung der lettischen Firma ZAAO für Abfallwirtschaft, erklärte die Schwierigkeiten im lettischen Abfallverwertungssystem. Dieses stecke „noch in den Kinderschuhen“, wie sie erklärte, da sich Recycling aufgrund hoher Transportkosten kaum lohne. Abfallwirtschaft sei außerdem eine kostenlose Dienstleistung für die Einwohner der nördlichen Vidzeme-Region. Wie das im Gegensatz dazu in Deutschland funktioniert, berichtete der Mitarbeiter der Firma Reiling Benedikt Heitmann in einem einstündigen Vortrag.

Nach diesem theoretischen Input ging es in der prallen Sonne über das Werksgelände der Firma. Vorbei an großen Maschinen und viel Kunststoffmüll sowie meterhohen und farbenfrohen Haufen aus aufbereitetem Müll bestehend aus unzähligen Glasscherben.  Danach stand für die Letten ein Mittagsimbiss beim Tennisclub in Marienfeld auf dem Programm.

Text und Foto: Kreis Gütersloh

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