Konzeptförderung für Gasthof Wilhalm

Harsewinkel zählt zu den 17 ausgewählten der insgesamt 15O Bewerbern, die in der ersten Förderphase eine Konzeptförderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW erhalten haben. Ziel des Förderprogramms ist, Orte der Begegnung weiter zu entwickeln zur Sicherung einer kulturellen Grundversorgung im ländlichen Raum. Damit soll die Identität und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. Die Jury hat den Antrag für den Gasthof Wilhalm als Modellvorhaben im Umgang mit Gaststätten als Kultur-und Begegnungsorte gelobt. Als feste Kooperationspartner stehen der Stadt Harsewinkel bereits jetzt der Kultur- und Bildungsverein e.V.(Kubi) und die VHS zur Verfügung.

Zum Antrag
Der Rat der Stadt Harsewinkel hat die Verwaltung am 11. April mit 16 Ja-Stimmen bei 14 Nein-Stimmen beauftragt, den Förderantrag zu stellen. Die Ratsmehrheit verbindet damit die Hoffnung, möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu gewinnen und der Kreativität Raum geben zu können, um eine zukunftsfähige Nutzung des Gasthofes Wilhalm zu entwickeln. Ein Stück ALT-Harsewinkel soll äußerlich erhalten und inhaltlich angepasst werden an aktuelle Bedürfnisse einer jungen Stadt mit vielen Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe. Gewünscht wird eine Kombination aus gastronomischer und öffentlicher Nutzung. Die notwendige Kreativität, Beteiligungsformate zu entwickeln und umzusetzen, die über den bekannten Workshop/Runden Tisch hinausgehen, und online-basierte Verfahren, Apps oder Wettbewerbe z.B. in Schulen einbezieht, bedarf einer Beratung und Begleitung. Es sollen sich nicht nur diejenigen beteiligen, die schon einen Bezug zum Gasthof Wilhalm haben, sondern insbesondere auch junge Menschen und Zugewanderte.

Die Umsetzung
Maßnahmebeginn ist nach den Ausschreibungsunterlagen am 1. Oktober 2019. Der Durchführungszeitraum für die Konzeptentwicklung soll 12 Monate betragen. Der Prozess der Konzeptentwicklungen soll von einem externen Moderator und Coach verantwortet werden. Die VHS hat diesbezüglich bereits Erfahrungen im Rahmen des Bundesprojektes „Demokratie leben!“ gesammelt. Ziel des Prozesses muss es zum einen sein, ein effektives Netzwerk von Akteuren aus der Kommunalpolitik, Stadtverwaltung (inkl. VHS), Schullandschaft sowie Vereinen, Verbänden und  Privatpersonen vor Ort zu etablieren. Zum anderen sollen gemeinsam vorrangig kulturelle und künstlerische Projekte entwickelt werden, die am „Dritten Ort“ in Harsewinkel verwirklicht werden können, um Begegnungsräume zu schaffen. Zur Unterstützung wird die Stadt auf ihre Partner vor Ort, VHS-Leiter Josef Lieneke und die weiterführenden Schulen (Dr. Lars Zumbansen, Fachkoordinator Kunst am Gymnasium Harsewinkel) zurückgreifen. Zusammen mit den Akteuren der heimischen Zivilgesellschaft sollen Projekte speziell für den Dritten Ort entwickelt und umgesetzt werden, die sowohl eine Vernetzung verschiedener Generationen anstreben als auch heterogenen künstlerischen Ausdrucksbedürfnissen  – analog und digital – Rechnung tragen.

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