Europawahl: Ein ‚Musterkreis‘ für die Wahlbeteiligung

Der Kreis Gütersloh ist am Wahlsonntag, 26. Mai, erneut ‚Musterkreis‘ für die Wahlbeteiligung tagsüber. Als einziger Kreis in Westfalen-Lippe wird der Kreis Gütersloh um 12 Uhr und 16 Uhr eine Zwischenbilanz der Wahlbeteiligung zur Europawahl im ländlichen Raum ermitteln und an die Landeswahlleitung in Düsseldorf melden. Ansonsten wird die NRW-Wahlbeteiligung während des Urnengangs nur in den Kreisen Düren und im Rhein-Kreis Neuss sowie in den Großstädten Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Mülheim an der Ruhr festgestellt.

Schon bei früheren Wahlen hatte der NRW-Landeswahlleiter zu diesem Zweck auf den Kreis Gütersloh und die Mithilfe der Wahlhelfer im Kreisgebiet zurückgegriffen. Um die Wahlbeteiligung festzustellen, müssen sämtliche Wahllokale im Kreisgebiet zu den vorgenannten Uhrzeiten die Zahl der Wähler weitermelden.Um unabhängig von den Umfragen der Meinungsforschungsinstitute das tatsächliche Wählerverhalten zu erforschen, gibt es die sogenannte repräsentative Wahlstatistik. Auch eine Anzahl von Wählerinnen und Wählern im Kreisgebiet bleibt bei ihrer Stimmabgabe nicht davon verschont.

Bei der bevorstehenden Europawahl am Sonntag sind elf Wahlbezirke in Borgholzhausen, Gütersloh, Halle (Westf.), Langenberg, Rheda-Wiedenbrück und Schloß Holte-Stukenbrock einbezogen, fünf davon allein in Rheda-Wiedenbrück. Außerdem sind die Briefwähler in den Wahlbezirken 05 bis 08 aus Herzebrock-Clarholz dabei. Mit dieser statistischen Auszählung werden nach der Wahl Daten über die Wahlbeteiligung und die Stimmabgabe für die einzelnen Parteien nach Geschlecht und Altersgruppen ermittelt. Wenn ein Wahlbezirk in diese amtliche Auswertung des Wählerverhaltens einbezogen ist, kann der Wähler dies daran erkennen, dass sein Stimmzettel zusätzlich einen Sonderaufdruck in der linken oberen Ecke hat. Diese Sonderaufdrucke teilen die Wähler nach Geschlecht und Geburtsjahren zur Europawahl in insgesamt zwölf verschiedene Altersgruppen ein. So lautet eine Gruppe zum Beispiel ‚weiblich, geboren 1975 bis 1984‘.

Verschiedene Vorkehrungen sorgen dafür, dass in jedem Fall das Wahlgeheimnis gewahrt bleibt: So umfasst etwa jede Altersgruppe so viele Personen, dass daraus keinerlei Anhaltspunkte für die Stimmabgabe der einzelnen Wähler gewonnen werden können. Die Wahlbezirke müssen deshalb mindestens 400 Wahlberechtigte umfassen. Die Auswertung erfolgt auch nicht vor Ort in den Wahllokalen oder im Rathaus, sondern im Landesbetrieb Information und Technik NRW – kurz IT.NRW –, der auch die betroffenen Wahlbezirke ausgewählt hat. Auch werden keine Ergebnisse der späteren statistischen Auszählung veröffentlicht. Die Stimmabgabe der Wähler und der Ablauf der Auszählung am Wahlabend ändern sich dadurch ebenfalls nicht.

Text: Kreis Gütersloh

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