Namibische Chor- und Tanzgruppe Thlokomela! zu Gast in Harsewinkel

Foto: Thlokomela

„Wat god doen, is well gedoen – was Gott tut, ist wohlgetan“ lautet das neue Programm des namibischen Chors, der über Pfingsten Station in Harsewinkel macht. Das Konzert des Chors Thlokomela! findet am Pfingstmontag (10.6.) um 17.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche statt. Der Eintritt ist frei, es wird allerdings am Ausgang um eine Konzertkollekte gebeten. Nach dem Konzert sind alle Besucher zum Verweilen herzlichen eingeladen, um auch mit den Chormitgliedern und Gastgebern ins Gespräch zu kommen. Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Bereits am Vormittag wirkt der A-capella-Chor im ökumenischen Gottesdienst mit, der um 10.30 Uhr in der St. Lucia-Kirche beginnt. Bei der anschließenden „Langen Tafel“ auf dem Alten Markt werden die „Thloks“  gegen 12.30 Uhr eine kleine Kostprobe ihres Könnens geben. Und vor dem Konzert – ab 16 Uhr – kann man sich in der Martin-Luther-Kirche mit Fotos von der 10-jährigen Jubiläumsfeier und von den letzten beiden Reisen der evangelischen Kirchengemeinde nach Namibia einstimmen.

Die fünfzehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen aus den Townships der namibischen Hauptstadt Windhoek und der etwa 90 Kilometer südlich von Windhoek entfernten Stadt Rehoboth. Mit Gesang, Tanz und ihren Lebensgeschichten verstehen sie es, ihr Publikum mitzureißen.

“Thlokomela!” bedeutet “Pass auf!”, denn in den Wellblechhüttensiedlungen weit draußen vor der Stadt Windhoek muss man aufpassen, vor allem, dass man sich nicht aufgibt oder in den Strudel von Perspektivlosigkeit und Kriminalität gerät.

Seit mehr als zehn Jahren ist der Chorleiter Dawid Hensel Sauber, genannt Kalu, für die Jugendlichen eine feste Bezugsperson. 2008 begann „Thlokomela!“ als ein reines Chorprojekt, inzwischen ist dank deutscher Unterstützung auch ein Posaunenchor hinzugekommen. Dem Chorleiter ist es wichtig, neben der musikalischen Bildung und den sportlichen Aktivitäten, sich auch der aktuellen Probleme der Jugendlichen annehmen zu können und sein „Haus“ ist für viele zu einem Zufluchtsort geworden. Derzeit sind es etwa 100 Jugendliche und junge Erwachsene, die zu den „Thloks“ gehören und gemeinsam Musik machen.

„In unserer afrikanischen Musik finden wir eine Kraft, die uns immer wieder aufstehen lässt. Selbst wenn wir kaum die Umstände verändern können, so arbeiten wir an unserer Lebenseinstellung.“ (Kalu, 2012)

„Pass auf“ oder Thlokomela! ist ein gelungenes Beispiel eines funktionierenden Selbsthilfeprojekts.

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