Zukunft der Marienfelder Werbegemeinschaft ungewiss

Maik Wolters, Tim Brüggemann, Ulrike Dietrich und Michael Tegelkamp möchten um den verkaufsoffenen Sonntag und ihren Veranstaltung kämpfen.

Bei der Jahreshauptversammlung der Marienfelder Werbegemeinschaft am Dienstag, den 14. Mai, wurde eine Sache deutlich: der 31-jährige Verein steht zurzeit vor einigen Herausforderungen. Da die Gewerkschaft Verdi gegen die verkaufsoffenen Sonntage in den Kommunen angeht, wird den großen Modehäusern Bruno Kleine und Bessmann ab diesem Jahr die Öffnung am traditionellen Marienfelder Martinssonntag untersagt. Laut Verordnung dürfe die Distanz zwischen der Veranstaltung und den Geschäften nicht mehr als 300 Meter betragen. Gleichzeitig müsse der Martinssonntag höhere Besucherzahlen als die Modehäuser aufweisen. Da die Modehäuser die Werbegemeinschaft in der Vergangenheit immer tatkräftig und vor allem finanziell unterstützt haben, würde durch das Wegfallen des verkaufsoffenen Sonntages einfach das Geld für die Durchführung der Veranstaltung fehlen, so der Vorstand. Doch die Marienfelder möchten den beliebten Martinssonntag, der letztes Jahr sein 30-jähriges Bestehen gefeiert hat, nicht so schnell aufgeben. Schon im Vorfeld der Versammlung wurden Strategien diskutiert, wie doch noch ein verkaufsoffener Sonntag auf dem Bessmann-Gelände und somit auch der Martinssonntag zustande kommen könnte. “Wir möchten auf die schwerwiegeneden Konsequenzen der Verdi-Entscheidung aufmerksam machen. Ohne den Martinssonntag würde es nicht mehr den besonderen Kinder-Flohmarkt, die Unterstützung für die Balkan-Hilfe und den tollen Martinsumzug geben. Das kann doch nicht sein”, so Maik Wolters, Vorsitzender des Vereins.

Dieses Problem macht auch die Suche nach Vorstandsmitgliedern immer schwieriger. Obwohl die Vorsitzenden Maik Wolters und Ulrike Dietrich sowie Schriftführer Tim Brüggemann ihre Ämter aus zeitlichen Gründen niederlegen möchten, konnten bei der Versammlung keine Nachfolger gefunden werden. Auch der Sinn des Vereins im Falle eines anhaltenden Verdi-Verbots wurde in Frage gestellt. Daher kamen die rund 20 anwesenden Mitglieder zu dem Entschluss, dass man sich erst einmal um die Verdi-Angelegenheit kümmern müsse und dann gegebenenfalls in einer Sondersitzung einen neuen Vorstand wählen würde.

Trotz der aktuell angespannten Lage freut sich die Marienfelder Werbegemeinschaft auf das bevorstehenden Wollgrasblütenfest am Sonntag, bei dem jetzt schon die tolle Zusammenarbeit mit den anderen lokalen Vereine gelobt wurde.

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