In der Busschule werden Fünftklässler für Gefahren sensibilisiert

Busbegleiterin Silvia Poppenborg, Simon Wippich (TWV) und Ulrike Haget von der Stadtverwaltung üben zusammen mit den Schülerinnen und Schülern das richtige Einsteigen in den Schulbus. Der Bus für die Busschule wurde von der Firma Bröskamp zur Verfügung gestellt.

Zum Glück ist es nur ein Wasserkanister, der bei der Vollbremsung durch den Gang nach vorne schießt und neben dem Busfahrer im vorderen Ein-gangsbereich mit einem lauten Knall an der Wand des Schulbusses landet.

Für Simon Wippich, Betriebsleiter beim Teutoburger Wald Verkehr (TWV) und für die sogenannte Busschule zuständig, ist der Lerneffekt deutlich: „Uns ist es wichtig, dass die Kinder für die Gefahren, denen sie sich durch falsches Verhalten beim Busfahren aussetzen, sensibilisiert werden.“ Der Wasserkanister liefert ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was passieren kann, wenn sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise nicht – wie vorgeschrieben – während der Busfahrt an den dafür vorgesehenen Stangen und Griffen festhalten. „Mit dieser Vorführung wollen wir erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, die Gefahrensituationen richtig einzuschätzen“, umreißt Simon Wippich das didaktische Konzept der Busschule der TWV, die seit Anfang 2018 für die Schulbusbeförderung in Harsewinkel zuständig ist. „Uns geht es nicht darum, mit dem erhobenen Zeigefinger Regeln einzustudieren: Die Jugendlichen sollen vielmehr aufgrund der eigenen Erkenntnis zu einem sicheren Verhalten angeleitet werden“, so der Busschullehrer. Neben dem richtigen Verhalten während der Busfahrt weist Wippich während der Unterreichtseinheit auch auf Gefahrenpunkte hin, die sich beim Ein- und Aussteigen sowie beim Warten auf den Bus ergeben können.

Seit mehr als zehn Jahren hat die Busschule, die seit diesem Jahr unter der Regie der TWV steht, ihren festen Platz im Stundenplan aller Harsewinkeler
Fünftklässler. Dass sich seit ihrer Einführung an den Haltestellen und in den Bussen viel zum Besseren verändert hat, kann Ulrike Haget, bei der Stadt Harsewinkel unter anderem für die Schulbusbeförderung zuständig, bestätigen: „Die Schülerinnen und Schüler stehen fast immer sehr diszipliniert in einer Reihe vor dem Bus an. In früheren Jahren wurde da oft geschubst und gedrängel“, erinnert sie sich. Damit das im Rahmen der Busschule Gelernte in der täglichen Praxis nicht vergessen wird, achten sogenannte Busbegleiter darauf, dass die Regeln eingehalten werden. Silvia Poppenborg, die diese Aufgabe seit dem 1. Februar des vergangenen Jahres ausübt, macht die jungen Fahrgäste auf unerwünschte Verhaltensweisen aufmerksam und kann bei Konflikten frühzeitig eingreifen. „Ich bin aber auch Ansprechpartnerin für die Schüler, wenn aus ihrer Sicht etwas nicht so läuft wie in der Busschule gelernt“, beschreibt sie ihre Aufgabe. Für Ulrike Hagel ist es besonders wichtig, dasss die Jugendlichen in diesem Zusammenhang nicht nur die Bedeutung der Eigensicherung kennenlernen. „Sie lernen auch, dass Rücksichtnahme und freundliches Miteinander wichtige Sicherheitsfaktoren sind.“

Text und Bild: Stadt Harsewinkel

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