Landrat Adenauer lässt Tibet-Fahne hissen

Landrat Sven-Georg Adenauer hisste zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Tibet Initiative Deutschland (TID) und sowie Exil-Tibeterinnen und Tibeter die Tibetflagge vor dem Kreishaus Gütersloh. Mit dabei auch der Fahnen schwenkende Nachwuchs.

Wie in den Jahren zuvor auch wurde am Freitag, den 8. März, die tibetische Fahne vor dem Kreishaus Gütersloh gehisst. Damit wird an den Volksaufstand in Tibet am 10. März 1959 erinnert, bundesweit wird aus diesem Anlass vor vielen öffentlichen Gebäuden die tibetische Flagge gehisst. Da der eigentliche Jahrestag ein Sonntag ist, traf eine große Delegation aus Exiltibetern und Tibetfreunden schon heute Landrat Sven-Georg Adenauer vor dem Kreishaus. Für ihn war die Beteiligung an der Aktion ‚Flagge zeigen für Tibet‘, einer Kampagne der Tibet Initiative Deutschland (TID), in diesem Jahr etwas Besonderes. Er ist seit kurzem Schirmherr der bundesweiten Kampagne.

Zusammen mit Margret Köhre von der Regionalgruppe der TID und einigen in Deutschland lebenden Tibetern wurde die Flagge vor dem Kreishaus in Gütersloh gehisst. „Toll, dass in diesem Jahr eine so große Delegation gekommen ist“, begrüßte Adenauer die Gäste. „Das ist eine große Ehre für mich.“ Zur Begrüßung und zum Dank bekam der Landrat von der Gruppe der Exil-Tibeter gleich mehrere Khatags, Gebets- und Begrüßungsschals aus Tibet. Der Schirmherr der Flaggenaktion versicherte zum Schluss: „Wir kämpfen weiter für Tibet.

Zum Thema: Volksaufstand in Tibet
Am 10. März 1959 kam es in Tibet zu einem Volksaufstand. Ungefähr 300.000 Tibeter versammelten sich vor der Sommerresidenz des Dalai Lamas in Lhasa. Das tibetische Oberhaupt war eingeladen worden ohne Begleitschutz eine Theatervorstellung auf einem chinesischen Militärstützpunkt zu besuchen. Die Bevölkerung befürchtete eine Gefahr für den Dalai Lama und umstellte seinen Palast, um ihn zu schützen. Der angestaute Unmut über die inzwischen fast zehn Jahre währende Unterdrückung durch China führte dabei zu lautstarken Forderungen nach dem Abzug der chinesischen Truppen. Die Proteste dauerten eine Woche an, bis sie blutig niedergeschlagen wurden und der Dalai Lama ins Exil nach Indien fliehen musste. Mindestens 87.000 Tibeter starben bei diesen Unruhen. Viele Tibeter folgten dem Dalai Lama 1959 unmittelbar ins Exil, aber auch heute noch fliehen viele Menschen aufgrund von religiöser und politischer Verfolgung oder allgemeiner Perspektivlosigkeit aus Tibet. Zwischen 120.000 und 150.000 Tibeter leben derzeit im Exil, die meisten von ihnen in Indien, Bhutan und Nepal. Weitere Informationen unter www.tibet-flagge.de. Dort finden sich auch Statements zur Aktion, unter anderem von Landrat Sven-Georg Adenauer.

Text und Foto: Kreis Gütersloh

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