Neue Anlaufstelle für pflegende Angehörige in Gütersloh

Die Pflege eines nahen Angehörigen ist ein Rund-um-die-Uhr-Job, der neben schönen Momenten viele Herausforderungen mit sich bringt. Selbsthilfegruppen bieten Entlastung und Erfahrungsaustausch für pflegende Angehörige. Während es seit langem Selbsthilfegruppen gibt, die sich auf bestimmte Erkrankungen beziehen, fehlt es in der häuslichen Pflege an vergleichbaren Strukturen. Diese Lücke soll durch das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe im Kreis Gütersloh geschlossen werden. Die zuständige Mitarbeiterin, Irina Perschin, stellte sich jetzt im Gesundheitsausschuss des Kreises Gütersloh vor. Irina Perschin ist examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat an der Universität Bielefeld Gesundheitswissenschaften studiert. Sie unterstützt pflegende Angehörige bei der Vermittlung in bereits bestehende und hilft bei der Gründung neuer Pflegeselbsthilfegruppen. Außerdem kooperiert sie mit lokalen Akteuren im Bereich Pflege und Gesundheit.

Das Kontaktbüro hat zum Ziel, die Selbsthilfe im Bereich Pflege zu stärken. Pflegende Angehörige erhalten hier eine Möglichkeit zur Aussprache, Entlastung und Information. Die Sprechzeiten sind mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr und nach Vereinbarung. Das Kontaktbüro ist in den Räumen der  Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontaktstelle des Kreises Gütersloh (BIGS) zu finden (Stadtbibliothek Gütersloh, Blessenstätte 1, 2. OG).

In der Stadt Gütersloh möchte das Kontaktbüro eine Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige aufbauen. Der Gesprächskreis ermöglicht den Teilnehmenden einen Raum zum Austausch und Beisammensein in ruhiger Atmosphäre. Herzlich willkommen sind nicht nur Angehörige erwachsener Pflegebedürftiger, sondern auch pflegebedürftiger Kinder. Das erste Treffen findet am Dienstag, 27. November, um 10 Uhr im Gruppenraum des Wohnparks Dr. Murken, Neuenkirchener Str. 12 in 33332 Gütersloh, statt.