Gedenken an das Novemberpogrom

Am Samstag, den 10. November, jährt sich zum 80. Mal das Novemberpogrom, in dem Synagogen in Brand gesetzt, Wohnhäuser jüdischer Familie überfallen und demoliert wurden, vor allem aber die Jüdinnen und Juden in Angst und Schrecken und terrorisiert wurde. In den Abendstunden des Tages, als anderenorts das Pogrom bereits beendet war, wurde in Harsewinkel das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Mendels am Marktplatz überfallen. Spätestens danach war der Jahrzehnte hier ansässigen Familie klar, dass sie hier keine Zukunft hatte. Anfang März 1939 wanderte Karl Mendels mit seiner Frau Käthe und den beiden Kindern Paul-Hermann und Erika nach Australien aus. Salomon Lorch, dessen Familie seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts in Harsewinkel gelebt hatte, wurde im Dezember 1941 in das KZ Riga deportiert und umgebracht.

Mit einer Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof am 9. November um 15:30 Uhr erinnert die Stadt Harsewinkel an das Novemberpogrom und das jüdische Leben in Harsewinkel. Sie ist von Schülerinnen des Gymnasiums Harsewinkel in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv vorbereitet worden. Die Gedenkansprache wird Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide halten. Die Harsewinkelerinnen und Harsewinkeler sind herzlich eingeladen. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.