Keime im Trinkwasser im Leitungsnetz Ostheide nachgewiesen

Im Leitungsnetz Ostheide wurde im Rahmen einer Kontrolluntersuchung der Keim Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen. Die Untersuchung erfolgte nach Abschluss der Baumaßnahmen am dortigen Trinkwassernetz. Pseudomonas aeruginosa, der als Boden- und Wasserkeim in der Natur vorkommt, kann bei Älteren, Abwehrgeschwächten und Krankenhauspatienten Erkrankungen wie beispielsweise Wund- und Harnwegsinfektionen aber auch Gehörgangs- und Lungenentzündungen auslösen. „Wir haben umgehend alle Einrichtungen informiert, in denen sich Personen aufhalten, für die von dem Keim eine gesundheitliche Gefahr ausgehen kann. Die unmittelbaren Anwohner gehörten natürlich auch zu denjenigen, die direkt von uns angesprochen wurden“, so Michael Bergholz vom Ordnungsamt.
Sollte der Keim im Rahmen der Bauarbeiten an der Ostheide in das Wassernetz gelangt sein, so wird eine weitere Ausbreitung für wenig wahrscheinlich gehalten. Innerhalb des betroffenen Leitungsnetzes werden zurzeit regelmäßig Hydrantenspülungen vorgenommen, darüber hinaus ist eine mobile Chlorung vorgesehen. Um auszuschließen, dass der Keim auch an anderen Stellen im Harsewinkeler Wassernetz zu finden ist, hat der Kreis Gütersloh an weiteren sensiblen Stellen, wie beispielsweise am Altenheim Dechantsfeld und am Krankenhaus St. Lucia Proben entnommen. Die endgültigen Ergebnisse der Untersuchung werden frühestens am Donnerstag vorliegen.
Das Harsewinkeler Wasserwerk hat ein Merkblatt herausgegeben, auf dem Risikogruppen aufgeführt und entsprechende Schutzmaßnahmen beschrieben sind. Alle Maßnahmen und das Merkblatt sind mit dem Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh abgestimmt. Bei deren Beachtung und Einhaltung kann das Risiko einer Infektion weitestgehend minimiert werden. Für gesunde, erwachsene Menschen stellt der Keim in der Regel kein Risiko dar. Das Merkblatt ist auf der Homepage der Stadt (harsewinkel.de) hinterlegt.