Harsewinkeler Firmen besichtigen Flughafengelände

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und Albrecht Pförtner

Eine breite Resonanz fand die Einladung von Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide an die örtlichen Unternehmen des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes zur Besichtigung des ehemaligen Flughafens. Gut 70 Personen nutzten die Chance, sich vor Ort bei einer gemeinsamen Bustour über die Gegebenheiten und den aktuellen Stand der Planungen zu informieren.
Kreiswirtschaftsförderer Albrecht Pförtner führte ortskundig zunächst zur Trennlinie zwischen „grauen“ und „grünem“ Bereich. Während das Bundesliegenschaftsamt BIMA die bislang baulich ungenutzten Flächen zwischen Landebahn und Ems nicht verkaufen und als Nationales Naturerbe unverändert erhalten will, bieten sich im „grauen“ Bereich Chancen für die Entwicklung eines Industriegebietes. Das soll zukünftig gerade Betrieben mit Tag- und Nachbetrieb und starken Geräusch- und Luftemissionen Platz bieten. An mehreren Ausstiegsorten machten sich die VertreterInnen der Unternehmen selbst ein Bild und erkundeten Gebäude und Gelände. Im anschließenden Austausch im Marienfelder Waldschlößchen rundete Bürgermeisterin Amsbeck-Dopheide die Einzelinformationen zu einem Gesamtbild ab und ergänzte die Ansiedlungsmöglichkeiten von nicht störendem Gewerbe in Harsewinkel. Aufgrund der Begrenzung sei allen drei beteiligten Kommunen wichtig, am Flughafen den Firmen die wichtigen Industrieflächen anzubieten, die darauf angewiesen seien. Reinhard Pawel, Fachbereichsleiter Bauen – Städtische Betriebe, ergänzte zu den Fragen der Firmen Planungsschritte und zeitlichen Abfolgen der Entwicklung der Gewerbeflächen. Angesichts der knapp bemessenen Ressourcen an Gewerbe-, vor allem an Industrieflächen, in der Stadt Harsewinkel, aber auch im Kreis Gütersloh und der ganzen Region, zeigten sich die großen Chancen und zugleich der Aufwand, den die zwei beteiligten Städte Gütersloh und Harsewinkel sowie die Gemeinde Herzebrock-Clarholz bereits investiert haben und noch weiterhin einbringen müssen, bis sich die ersten Firmen ansiedeln können.