Themenabend zur Artenvielfalt in Harsewinkel

Gestern Abend um 19 Uhr hat im Heimathaus Harsewinkel ein Themenabend zum „Schutz und Erhalt der Artenvielfalt in Harsewinkel“ stattgefunden. Die gutbesuchte zweistündige Veranstaltung, zu der Menschen u.a. aus den Bereichen Jagdwesen, Imkerei, Landwirtschaft und Politik erschienen sind, sollte Platz für einen guten Austausch zu dem höchstaktuellen Thema bieten. Nach einer kurzen Ansprache unserer Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide haben die beiden Referenten Frau Claudia Quirini-Jürgens und Herr Dr. Jürgen Albrecht ihre Vorträge gehalten.

Frau Quirini-Jürgens ist Botanikerin und bei der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld e.V. tätig. In ihrem Vortrag wies sie auf den Wandel in der Kulturlandschaft hin und erklärte, was Landwirte, Gartenbesitzer sowie die Stadt für mehr arten- und blütenreiche Lebensräume tun können. Dabei zeigte sie Beispiele aus Bielefeld und dem Kreis Gütersloh. Sie betonte, wie wichtig es ist, auf nicht heimische Blütenmischungen zu verzichten, um Florenverfälschung zu vermeiden und stattdessen auf Regiosaatgut zu setzen. Zudem sei es nicht auf jeder Fläche notwendig, Saatgut zu streuen, da Samen bis zu 100 Jahre im Boden überleben können.

Herr Dr. Albrecht ist Fachbereichsleiter Umweltschutz der Stadt Gütersloh und zeigte, mit welchen Akteuren in Gütersloh Vielfalt statt Einfalt geschaffen wird. Ein großer Teil würde das Ehrenamt ausmachen, da zahlreiche Rentner die Aktionen gerade im Bereich Natur am Haus unterstützen und durchführen. Da allerdings jeder zu biologischer Vielfalt beitragen kann, spielen u.a. auch Vereine, Zivis, die Umweltstiftung, Politik, Verwaltung, Gebäudeeigentümer, und Betriebe eine große Rolle. In Gütersloh werden daher regelmäßig Aktionen zum Mitmachen, Vorträge, Workshops und Blumensamentüten für den eigenen Garten angeboten.

Sowohl Frau Quirini-Jürgens als auch Herr Dr.Albrecht sind sich einig, dass eine Bestandsaufnahme immer Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der jeweiligen Maßnahmen ist. Erst wenn man weiß, welche Pflanzen und Tiere auf einer Fläche vorhanden sind, kann man die weiteren Schritte planen.

Zum Ende der Veranstaltung konnte sich jeder Besucher ein Tütchen Saatgut mitnehmen.