Stadt Harsewinkel sucht Ehrenamtliche für das Schöffenamt

Ewald Lüffe ist im Rathaus für die Schöffensuche zuständig.

Bewerbungen für das Schöffenamt bis zum 16. März.

Verantwortungsbewusstsein, Menschenkenntnis und Objektivität sind nur einige der Eigenschaften, über die Menschen verfügen sollten, die sich für das Ehrenamt einer Schöffin oder eines Schöffen bewerben. Die Stadt Harsewinkel stellt zurzeit eine Vorschlagsliste von Laien-Richtern für die Amtsperiode 2019 bis 2023 zusammen. Eine weitere Vorschlagsliste für die Wahl von Jugendschöffinnen und Jugendschöffen leitet die Verwaltung an den Jugendhilfeausschuss des Kreises Gütersloh weiter. Eingesetzt werden die gewählten Laien-Richterinnen und -Richter entweder am Schöffen- oder Jugendschöffengericht des Gütersloher Amtsgerichtes oder an den Straf- oder Jugendstrafkammern des Landgerichtes Bielefeld. Die Bewerbungsfrist endet in beiden Fällen am 16. März 2018.

 

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, in Harsewinkel wohnen, zu Beginn der Amtsperiode am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden und die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. „Neben den rein formalen Kriterien müssen eine Reihe persönlicher Eigenschaften vorhanden sein, um das Amt des Laien-Richters ausüben zu können“, so Ewald Lüffe, im Rathaus für das Verfahren zuständig.

So verlangt das Amt des Schöffen als Voraussetzung für eine unparteiliche und verantwortungsvolle Urteilsbegründung ein hohes Maß an geistiger und persönlicher Reife. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden. Schöffen sollten über soziale Kompetenz, Lebenserfahrung und Menschenkenntnis verfügen, um das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen zu können. Beweise sind zu würdigen und die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet, ereignet hat oder nicht, aus Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden abzuleiten. Die Lebenserfahrung kann aus beruflichem oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen darüber hinaus über Erfahrungen in der Jugenderziehung verfügen. Wegen der oftmals lang andauernden und dadurch auch anstrengenden Sitzungen sollte auch eine entsprechende gesundheitliche Eignung gewährleistet sein.

Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen den ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat anhängig ist, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl zum Schöffen ausgeschlossen. Darüber hinaus sollten Personen, die hauptamtlich in oder für die Justiz tätig sind und bei denen aus beruflichen Gründen eine Interessenskollision nicht auszuschließen ist, von einer Bewerbung absehen. Neben Richtern, Rechtsanwälten, Beamten der Staatsanwaltschaft und Notaren gehören dazu unter anderem auch Vollstreckungs

 

Interesse?

Wer sich für das Ehrenamt des Schöffen bewerben möchte, erhält ein entsprechendes Bewerbungsformular im Rathaus der Stadt Harsewinkel (Zimmer 168, Tel.: 05247 935-141, Monika Poppenborg) oder auf der Homepage der Stadt Harsewinkel unter www.harsewinkel.de. Weitere Informationen zum Thema sind im Internet unter folgen-den Adressen hinterlegt: www.schoeffen-nrw.de und www.schoeffen.de.