Neujahrsempfang in Marienfeld – Neues Bürgerhaus platzt aus allen Nähten

Große Freude herrschte am Sonntag beim traditionellen Neujahrsempfang, der erstmals im neuen Bürgerhaus durchgeführt wurde. Vo.li. Ludger Hecker, Herbert Vögeler, Christa Warnholz und Hugo Brickenkamp.

Auf diesen Moment haben  die Marienfelder lange gewartet: Der traditionelle Neujahrsempfang des Heimatvereins Marienfeld am Sonntagvormittag hat nach mehr als 27 Jahren Hoffen und Bangen erstmals in nun doch realisierten Bürgerhaus an der Klosterstraße stattgefunden. Aufgrund eines noch nie erlebten, enormen Besucherzuspruchs von rund 150 Gästen, darunter auch Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide, Ortsheimatpfleger Hugo Brickenkamp, den Geistlichen aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde, Vertretern aus verschiedenen Harsewinkeler und Marienfelder Vereinen und der Marienfelder Throngesellschaft rund um König Frank und Tanja Schürmann, erweckte es fast den Eindruck, dass das Bürgerhaus zu klein geraten ist. 300 Quadratmeter Nutzungsfläche im Erdgeschoss des wunderschönen Hauses sollen aber wohl ausreichend sein. Die offizielle Einweihung und Eröffnung des Hauses wird am 9. und 10.Mai gefeiert.

Auch wenn das von Heiner Bessmann gestiftete Fachwerkhaus  noch nicht ganz bezugsfertig ist, so konnte man dennoch einen Eindruck davon gewinnen, was Handwerker und vor allem Ehrenamtliche während der einjährigen Bauphase, die dem Spatenstich am 8.Oktober 2016 folgte, geleistet haben. Rund 80 Helfer aus verschiedensten Gewerken haben unentgeltlich 4.000 Stunden auf dem Bau gearbeitet. Damit sei ein Eigenanteil von rund 100.000 Euro erreicht worden, verkündete Ludger Hecker, Vorsitzender des Heimatvereins, mit sichtlichen Stolz. Als Dank und Anerkennung überreichte der Vorsitzende an Herbert Vögeler, als Dienstältesten der Ehrenamtlichen, einen Gutschein, auf dem die Übernahme der Getränkekosten bei der Helferparty zugesichert wurde.

Ihre besten Wünsche entrichtete auch Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide. In ihrer Ansprache bedankte sie sich bei Heiner Bessmann für die großzügige Spende des Bürgerhauses sowie das Anlegen eines Pättkes. „Beides bereichert nicht nur den Ortsteil sondern die ganze Stadt“. Erfreulich sei auch, dass aktuell 4.600 Menschen Marienfeld bevölkern. Auch wenn man nicht unbedingt von einem Babyboom sprechen kann, so wollte die Bürgermeisterin die insgesamt 54 Geburten des Vorjahres in Marienfeld nicht unerwähnt lassen. Informativ war auch die Nachricht, dass die in 134 frei gewordenen Wohneinheiten der Briten die rege Nachfrage nach Wohnraum nicht deckt. Deshalb sind in der Remse 3 insgesamt 33 Einfamilienhäuser und „Am Krummen Timpen“ 30 Ein- und vier Mehrfamilienhäuser vorgeplant. Der Verkauf der Grundstücke soll noch in diesem Jahr beginnen.

Auch eine umfangreiche Breitbandversorgung soll nicht nur innerhalb der Ortsteile, sondern auch in den Randlagen bis 2019 abgeschlossen sein. Um hinsichtlich der Kitaplätze möglichst reibungsfrei planen zu können, bat die Bürgermeisterin um Nutzung des auf der Homepage-Seite der Stadt verlinkten „Kita-online“. Erfreulich sicherlich auch die Nachricht, das die Marienschule in Marienfeld sowie die St.Johannes-Schule in Greffen weiterhin als kleine Dorfschulen bestehen bleiben. Zudem sind in diesem Jahr Sanierungen der Umkleiden und sanitären Anlagen in der Ruggebusch-Sporthalle vorgesehen.

Zum Thema „Flughafen-Nutzung“ konnte die Bürgermeisterin nichts Neues vermelden. Fakt sei allerdings, das die Stadt Harsewinkel nicht für einen eventuellen Abriss der Immobilien auf dem Gelände aufkommen wird. „Es kann nicht sein, dass man uns den Kauf von teuren Immobilien auferlegt, damit wir sie dann abreißen können, um daraus ein Gewerbe- und Industriegebiet machen zu können. Das geht so nicht“.