Harsewinkels Klimaschutzmanager

Peter Gödde (Energiebeauftragter) und Florian Thoene (Klimaschutzmanager)

Lokales Engagement für die Zukunft unseres Planeten!

Harsewinkel hat einen Klimaschutzmanager? Natürlich: Das ist Florian Thoene! Und was der so macht, damit unsere schöne Stadt noch nachhaltiger wird, das hat Chiara Wöhle von der Marienfelder Werbegemeinschaft im Interview herausgefunden.

Florian Thoene ist seit dem 1. Dezember 2015 Klimaschutzmanager der Stadt Harsewinkel. Er ist mit acht Jahren aus Bielefeld zugezogen und hat einen Master in Umweltingenieurwesen der Hochschule OWL in Höxter und macht zurzeit einen zweiten Master in Elektrotechnik an der FH Bielefeld.

  1. Was sind Ihre Aufgaben?

    Meine Hauptaufgabe ist die Umsetzung des Harsewinkler Klimaschutzkonzeptes, dazu gehören z.B. Energieberatungen im privaten sowie gewerblichen Bereich, die Koordination von Sanierungsprojekten, Energiemanagement in den städtischen Liegenschaften, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie diverse Aufgaben zum Thema Mobilität.

  1. Sie sind seit 2 Jahren im Amt. Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz?

    Stolz sind wir auf die Sanierung der Astrid-Lindgren-Schule, die nun CO2-neutral werden soll, die Umstellung auf LED-Straßenleuchten, die Nutzung von kommunalen Liegenschaften für PV-Anlagen und den Kreisstromverbund Modenbachtal. Dazu kommt das jährlich stattfindende Stadtradeln, das hier immer sehr gut ankommt.

  1. Wie sehen Sie die Zukunft in Harsewinkel im Hinblick auf Nachhaltigkeit?

    Harsewinkel hat als wirtschaftsstarker Standort viel Potential im Bereich der gewerblichen Energieeffizienz und Ernergieerzeugung mit erneuerbaren Energien sowie nachhaltige Mobilität. Klimaschutz in Unternehmen dient dabei als Standortsicherung und auch als Wettbewerbsvorteil. Auch das Fahrrad spielt eine wichtige Rolle im Hinblick auf nachhaltige Mobilität. Viele Betriebe bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit eines Dienstfahrrads wie jobrad (https://www.jobrad.org/) an. Dies ist eine tolle Option für Berufspendler, da man mit einem E-Bike locker 10-15 km fahren kann, aber auch ein guter Autoersatz für Kurzstrecken.

  1. In welchen Bereich steht Harsewinkel gut da?

    In den Bereichen Photovoltaik-Ausbau, Gebäudeenergieeffizienz und Radmobilität kann Harsewinkel sich sehen lassen. Harsewinkel ist zudem Radhauptstadt des Kreises.

  1. Wo besteht noch dringend Handlungsbedarf?

    Gerade bei der Energieeffizienz im gewerblichen Bereich sehe ich große Potenziale. Unternehmen, aber auch Privatpersonen, können dazu unsere kostenlose, anbieterneutrale Beratung nutzen. Wir freuen uns immer, wenn die Menschen uns dazu direkt ansprechen. 2016 hatten wir etwa 120 Energieberatungen im privaten Bereich, und Ansprache von ca. 30-40 Gewerbebetrieben im Jahr.

  2. Wie können Unternehmen zum Klimaschutz beitragen?

    Das hängt natürlich von der Branche und dem Unternehmen ab. Generell sollte man sich Aspekte wie Beleuchtung, Wärmeerzeugungsanlagen, Prozesstechnik und Prozessabläufe anschauen. Dabei kann man Einsparpotenziale von um die 20% erreichen. Da vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen oft die personellen Ressourcen fehlen, bieten wir eine kostenfreie und anbieterneutrale Initialberatung an, bei der wir uns die typischen Bereiche angucken. Von zunehmender Bedeutung im derzeitigen Umfeld sind dabei z.B. auch Anlagen für Eigenverbrauchslösungen (z.B. Photovoltaikanlagen mit Speicher) mit denen der Strombezug aus dem Netz zu großen Teilen substituiert und Lastspitzen gekappt werden können.

Das Klimaschutzkonzept sowie weitere Informationen zum Klimaschutz finden Sie auf der Seite der Stadt Harsewinkel.

 

Florian Thoene

Klimaschutzmanager

E-Mail: florian.thoene@harsewinkel.de

Tel.: +49 5247 935-148

 

Peter Gödde

Energiebeauftragter

E-Mail: peter.goedde@harsewinkel.de

Tel.: +49 5247 935-188