Bauarbeiten im Marienfeld Bürgerhaus im vollen Gang – „Tag der offenen Baustelle“ gewährt Blick ins Innere

Franz Josef Peters, Jürgen Hanfgarn und Michael Klävers erklärten beim "Tag der offenen Baustelle" den aktuellen Stand des Innenausbaus im Marienfelder Bürgerhaus.

Der Neujahrsempfang 2018 wird im neuen Marienfelder Bürgerhaus gefeiert.  Wenngleich der Vorstand des im August 2015 gegründeten Trägervereines „Bürgerhaus Marienfeld“ zur offiziellen Fertigstellung des Marienfelder Bürgerhauses keine genauen Zeitangaben machen möchte, so steht der Entschluss zur Feier des Neujahrsempfangs unerschütterlich fest. So hat es zumindest Wolfgang Sandfort, Beisitzer des im August 2015 gegründeten Trägervereines  „Bürgerhaus Marienfeld“, am Dienstag beim „Tag der offenen Baustelle“  auf den Punkt gebracht. Auch wenn das Bürgerhaus bis dahin noch nicht vollständig eingerichtet sein wird, stehen die Chancen für den Neujahrsempfang nicht schlecht, wie auch einige der mehr als 100 Interessierten, nach einem Besuch der Baustelle, zustimmend bekräftigten.

Zu verdanken ist das Marienfelder Bürgerhaus dem heimischen Textilunternehmer Heiner Bessmann. Er und sein Sohn Gebhard Bessmann schenken dem mehr als 110 Mitglieder starkem Trägerverein „Bürgerhaus Marienfeld“ das altes Fachwerkhaus, das einst als Hofstelle Hansmeier im Rheda-Wiedenbrücker Ortsteil Lintel stand. Heiner Bessmann ließ das Gebäude 2012 komplett abbauen und einlagern. Jetzt schenkte er es dem Trägerverein „Bürgerhaus Marienfeld“. Die Stadt beteiligt sich an dem rund 800.000 Euro teuren Wiederaufbau mit einem Zuschuss von 250.000 Euro. Die restlichen 450.000 Euro trägt Heiner Bessmann. Dazu spendiert er einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro für Inneneinrichtung, Außenanlagen und Alarmanlagen.

Ein paar Bedenken, „ob das mit dem Neujahrsempfang so klappen wird“, hat der erste Vorsitzende des Trägervereines, Franz -Josef Peters allerdings doch. Auch wenn man mit dem aufwendigen Innenausbau im Zeitplan läge, gäbe es noch eine Menge Arbeiten auf der 300 Quadratmeter großen Nutzungsfläche im Erdgeschoss des wunderschönen Hauses zu erledigen. „Der Lehmputz auf den Wänden braucht unheimlich lange, bis er durchtrocknet. Dann müssen noch Estrich- und Fliesenarbeiten, Abschluss der Elektroinstallationen und Errichtung der Sanitärräume folgen sowie Küche und Theke eingebaut werden“, so Franz-Josef Peters.

Seit April sind die Handwerker mit dem Innenausbau des schönen Fachwerkhauses beschäftigt.  Schwerpunkt bildet dabei das Verputzen der Wände. Ein anspruchsvolles Unterfangen, denn dieser Arbeitsgang erfolgt nach alter Tradition. Das bedeutet, das für die innere Außenwanddämmung mehrere Schichten Lehm und Holzfaserdämmungen aufgetragen wurden, die lange durchtrocken mussten, bevor die Wandheizung installiert werden konnte. Darüber werden nun weitere Schichten Lehmputz gespritzt. Allerdings muss jede Schicht erst richtig trocken sein, bevor die nächste aufgetragen werden kann. Ein langwieriges Verfahren, das am Ende aber ein angenehmes Raumklima verspricht.

„Da es sich bei dem Bürgerhaus um ein historisches landwirtschaftliches Gebäude handelt, muss es genauso wiederaufgebaut werden, wie es einst auf der Hofstelle stand“, erklärt Franz- Josef Peters. So wurde beispielsweise ein vom Trägerverein favorisierter, weißer Anstrich für Tore und Türen untersagt. „Das Bauamt hat sich stark gemacht, das sie, wie ursprünglich, grün sind“.

Mehr als 1.500 ehrenamtliche Stunden haben rund 50 Helfer schön geleistet. Zwischen 10 und 15 Akteure sind, vorzugsweise am Wochenende, an der Baustelle in der Klosterstraße anzutreffen. Franz Josef Peters und der zweite Vorsitzende Michael Klävers freuen sich riesig über das gemeinschaftliche Engagement. Frei nach dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ dürfte es dann doch vielleicht mit dem Neujahrsempfang klappen.