Damit Pöbeleien, Stress und Aggressionen im Bus unterbleiben – Schulbusbegleiter in Harsewinkel gesucht

Damit es auch zukünftig im Schulbusbetrieb friedlich und gesittet zugeht, sucht Ulrike Haget von der Stadtverwaltung Harsewinkel derzeit nach Schulbusbegleiter, die darauf achten, dass die gelernten Regeln von den Schülern eingehalten werden.

„Im Vergleich zu früheren Jahren hat viel verändert. Die Schüler stehen in der Regel sehr diszipliniert, in einer Reihe, vor dem Bus an“, freut sich Ulrike Haget, die bei der Stadtverwaltung Harsewinkel unter anderem für die Organisation der Schülerbeförderung zuständig ist. Wenn Schüler früher an den Bushaltestellen auf den Schulbus warteten, ging das häufig weder ruhig noch geordnet zu. Begleitet von einem hohen Geräuschpegel wurde getobt, geschubst und, spätestens wenn der Busfahrer die Türen zum Einsteigen öffnete, auch massiv gedrängelt. Nicht selten kam es dabei für die Schüler zu gefährlichen Situationen.

Dass dieses Verhalten in Harsewinkel der Vergangenheit angehört, ist der sogenannten Busschule und den eingesetzten Busbegleitern zu verdanken. Die Busschule besteht aus einer Unterrichtseinheit, die kurz nach Beginn eines neuen Schuljahres in allen weiterführenden Schulen zum Pflichtprogramm gehört und in der die Situation an den Haltestellen simuliert wird. „Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler das richtige Ein- und Aussteigen und dass Rücksichtnahme und freundliches Miteinander für alle wichtige Sicherheitsfaktoren sind“, so Ulrike Haget.

Damit das theoretisch erlernte Wissen in der täglichen Praxis nicht wieder vergessen wird, stehen an wichtigen Einsteige-Haltestellen Busbegleiter bereit, die darauf achten, dass die Schüler die vermittelten Regeln einhalten. Ihre Aufgabe besteht darin, die jungen Fahrgäste auf unerwünschte Verhaltensweisen aufmerksam zu machen und bei Konflikten frühzeitig deeskalierend einzugreifen, um diese zu entschärfen. Aber natürlich funktioniert die Kommunikation auch in die andere Richtung: So sind die Busbegleiter auch Ansprechpartner für Schüler, die sich bedroht ober bedrängt fühlen oder aus deren Sicht etwas nicht so läuft, wie in der Busschule gelernt.

Damit diese Schulbusbegleitung auch weiterhin fortgeführt werden kann, sucht die Verwaltung Bürger mit Zivilcourage, die Zeit und Lust haben, diese Aufgabe zu übernehmen. Wer Interesse hat, Schülerinnen und Schüler, im Rahmen eines Minijobs, beim richtigen Verhalten im und am Bus zu unterweisen, kann sich bis zum 22.September bei der Stadtverwaltung Harsewinkel bei Ulrike Haget, Telefon: 05247 935-158 melden.