Ausstellungsbegleitende Lesung in der Stadtbücherei Harsewinkel – Hartwig Kuhn präsentiert „Gedanken fassen“

Der Versmolder Autor Hartwig Kuhn stellte kürzlich in der Stadtbücherei seine Fotolyrik „Gedanken fassen“ vor.

Vor rund 15 Zuhörern stellte Hartwig Kuhn kürzlich in der Stadtbücherei St. Lucia Harsewinkel die Foto- und Wortkunst seines zweiten, im vergangenen April erschienenen, Lyrikband „Gedanken fassen“ vor. Zu Worten entstehen Bilder im Kopf, zu Bildern entstehen Gedanken, beschreibt der Versmolder, dessen Ehefrau Petra Kuhn derzeit, ebenfalls in der Stadtbücherei, ihre Bilder und Skulpturen in der Ausstellung „Fundstücke“ präsentiert. So liegt es nahe, dass Hartwig Kuhn (60) seine Lyrik mit den Arbeiten seiner Frau verknüpft. Seine Gedichte sind zum Teil nach den Arbeiten der Ehefrau entstanden aber auch umgekehrt. So hat sie einige Verse bildlich umgesetzt.

Die Lyrik handelt von Sehnsucht und Erfüllung, vom Glücklich- und Unglücklichsein, gerne auch gesellschaftskritisch – aber immer aktuell. Wegen der anstehenden Bundestagswahlen hatte der Versmolder seine Lesung eigens um ein Kurzgedicht verlängert. Ein anderes an Goethes „Zauberlehrling“ angelehntes Gedicht prangert den immer mehr werdenden Plastikmüll an: „Der Garten Eden wird versifft – bis nichts mehr zur Verfügung steht.“

Alltägliches poetisch festzuhalten und daraus Lyrik entstehen zu lassen, liegt Hartwig Kuhn am Herzen, um Zuhörern und Lesern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Der freie Autor möchte seine Gedanken erhalten, deswegen schreibe er sie auf. Seine Ideen dabei seien vielschichtig, unterstreicht Hartwig Kuhn. Auch das kritische Hinterfragen von Lebensweisen und den Umgang mit den Ressourcen gehöre dazu.

Text u. Foto. H.Krawuttke