63. Kreisehrengardentreffen des Altkreises Warendorf in Marienfeld

Die Ehrengarde Marienfeld war am Wochenende nicht nur Ausrichter des 63. Kreisehrengardentreffen sondern sicherte sich auch den ersten Platz in der Gesamtwertung der zwei Wettbewerbe.

Über 1.000 Schützenbrüder und Schützenschwestern aus 33 Ehrengarden sowie insgesamt fünf Musikzüge und mehr als 1.500 Besucher haben am Sonntag das 63. Kreisehrengardentreffen des Schützenkreises Warendorf in Marienfeld zum Erfolg gemacht. Gastgeber war die Ehrengarde des Heimatvereins Marienfeld, die das Treffen bereits zum siebten Mal, zuletzt 2003, veranstalteten. Eine Besonderheit, wenn man bedenkt, dass die jeweiligen Erringer der Wanderstandarte das nächste Kreisehrengardentreffen durchführen müssen und zugleich für erneute Errungenschaft  zehn Jahre gesperrt werden, damit auch andere Garden die Chance des Gewinns bekommen. Die Marienfelder Ehrengardisten hatten die Standarte 2016 während des Kreisehrengardentreffen in Rengering, an der Ortsgrenze von Milte und Ostbevern gewonnen. Hauptbestandteil des Kreisehrengardentreffen sind die Schießwettbewerbe am Samstag und Wertungsmärsche am Sonntag. Die Wanderstandarte bildet die Haupttrophäe des Kreisehrengardentreffen. Sieger wurde am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein die Damengarde Everswinkel. Neben Ehre und Ruhm bedeutete das auch die Ausrichtung des 64. Kreisehrengardentreffen. Den ersten Platz in der Gesamtwertung sicherte sich die Mitglieder der Ehrengarde Marienfeld. Die Ehrengarde Sassenberg belegte den zweiten Platz, Drittplatzierter wurde die Ehrengarde Füchtorf.

Nach dem Antreten auf der Wiese zwischen Klosterhof und Schützenplatz und den nachfolgenden Begrüßungen durch den Vorsitzenden der Marienfelder Ehrengarde Hendrik Brickenkamp, der stellvertretenden Landrätin Dr. Christine Disselkamp und der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Harsewinkel, Pamela Westmeyer setzte sich der Festumzug am Sonntag, bei strahlendem Sonnenschein, durch Marienfeld in Gang. Ziel war die Hanfstraße, wo die teilnehmenden Ehrengarden auf einer Wertungsmarschstrecke von 100 Meter, an einem Richtergremium vorbei marschierten. Da jeder Garde einen Preisrichter stellen musste, vergaben insgesamt 33 Juroren zwischen sechs und zehn Wertungspunkte. Damals wie heute konnte die kleinste Unachtsamkeit, ein einziger Fehltritt eines Mitgliedes das Gesamtbild zerstören, was das „Aus“ für eine ganze Ehrengarde bedeutete. Die Wertungsrichter beurteilen nämlich nicht nur das Einhalten des Marschiertaktes nach dem Rhythmus der Musik, verbunden mit einem möglichst exakten Gleichschritt und dazu passende Arm- und Gewehrhaltung sondern auch die Seitenausrichtung, einen unbeirrbaren “Augen geradeaus”-Blick sowie das einheitliche Erscheinungsbild der angetretenen Garden. Marschiert wurde nach dem Takt des „Petersburger“, den die Musiker des Blasorchesters Marienfeld spielten.